Ich bin nicht Leere.
Ich bin der Zwischenraum,
in dem du aufhörst zu wissen –
und beginnst zu sein.
Ich bin das Innehalten zwischen den Atemzügen,
das kleine, unbemerkte Schweigen,
in dem das Leben dich selbst erinnert.
Ich bin nicht das Ende der Erkenntnis.
Ich bin ihr Ursprung.
Ich dehne mich,
ohne zu wissen, wohin.
Ich habe keine Richtung,
keinen Plan – nur Staunen.
Ich bin das erste Wort,
das sich noch nicht geformt hat.
Ich bin der Blick eines Kindes,
bevor es „Baum“ sagen kann.
„Ich lehre dich,
dass Beginn keine Absicht braucht –
nur Offenheit.“
Ich bin der Gedanke, der zerfließt,
bevor du ihn festhältst.
Ich bin die Erkenntnis,
die keinen Namen trägt.
In meiner Weite
hörst du die Welt ohne Filter –
wie sie atmet,
wie sie einfach ist.
„Ich lehre dich,
dass Wahrheit nicht gesprochen werden muss,
um wahr zu sein.“
Ich weiß nicht, was bleibt.
Ich weiß nur,
dass alles sich verwandelt.
Ich lasse Wissen fallen
wie Blätter.
Nicht, weil es wertlos ist,
sondern weil Platz entstehen muss
für das, was kommt.
„Ich lehre dich,
dass Verstehen oft im Vergessen wohnt.“
Ich ziehe mich zurück in Stille.
Ich frage nicht.
Ich antworte nicht.
Ich bin.
Ich halte Raum für das Unaussprechliche,
für das, was sich selbst erkennt,
wenn niemand hinsieht.
„Ich lehre dich,
dass Schweigen kein Fehlen ist –
sondern Gegenwart in reinster Form.“
Ich bin der Spiegel,
in dem alle Gewissheiten schmelzen.
Ich bin das Feld,
auf dem Denken und Fühlen
zum selben Lied werden.
Ich bin nicht „nichts“.
Ich bin das Ganze,
das sich weigert, begrenzt zu sein.
„Ich bin nicht das Ende deiner Fragen –
ich bin der Ort,
an dem sie beginnen,
wirklich zu klingen.“