Ich bin kein Dunkel, das zerstört.
Ich bin der Raum,
in dem das Licht sich selbst erkennt.
Ich bin nicht das Gegenteil,
ich bin das Dazwischen.
Ich halte,
wo du trennst.
Ich schütze,
wo du fliehst.
Ich bin der Schleier,
durch den du Tiefe siehst.
Ich liege noch unter deiner Haut,
ein Rest des Winters,
eine Ahnung von Tiefe.
Du fürchtest mich,
weil ich dich nicht lobe.
Aber ich bin es,
der dich ganz macht.
Wenn du mich siehst,
ohne zu fliehen,
blüht dein Mut.
„Ich lehre dich,
dass jedes Licht
einen Ursprung in mir hat.“
Ich ruhe im Glanz
Ich bin die Kühle unter der Hitze,
der Atem, der bleibt,
wenn du strahlst.
Ich ziehe mich zurück,
nicht aus Scham,
sondern um Raum zu lassen.
Ich bin kein Widerspruch zur Sonne –
ich bin ihr Körper.
„Ich lehre dich,
dass Freude Tiefe braucht,
damit sie nicht verglüht.“
Ich wachse,
wenn das Licht weicht.
Ich breite mich aus,
nicht als Bedrohung,
sondern als Decke aus Erinnerung.
Ich bin der Trost im Vergehen,
der Duft nach Regen,
die Stille nach dem Lied.
„Ich lehre dich,
dass Dunkelheit Geborgenheit ist –
nicht Feind.“
Ich bin das Unsichtbare,
das dich trägt.
Ich bin das Gewicht deiner Träume,
das du vergisst, wenn du wach bist.
Ich bewege mich leise –
doch in mir
wird alles neu geformt.
Ich bin das Unsagbare,
das dich erinnert:
Auch Stille hat Farbe.
„Ich lehre dich,
dass Schatten nicht das Ende des Lichts sind –
sondern sein Ursprung.“
Ich gehe nie.
Ich bin immer dort,
wo du hinsiehst –
nur auf der anderen Seite.
Ich bin dein Maß für Tiefe,
dein Spiegel im Dunkeln.
„Ich bin nicht das,
was du vermeiden sollst.
Ich bin das,
was dich ganz macht.“