Ich bin das,
was du nicht festhalten kannst.
Das Weiche zwischen Formen,
das Flüstern zwischen Atemzügen.
Ich trenne nicht –
ich verundeutliche,
damit du siehst,
was jenseits der Schärfe liegt.
Ich bin Schwelle.
Ich bin Übergang.
Ich bin das Vielleicht,
aus dem du geboren wirst.
Ich tauche auf,
wenn das Neue noch tastet.
Ich hülle das Ungeborene ein,
damit es sich nicht fürchten muss.
Ich bin der Schleier,
der dem Licht erlaubt,
sanft zu werden.
Ich bin nicht Widerstand –
ich bin Schutz.
Ich bin das Dazwischen,
in dem du dich sammelst,
bevor du dich zeigst.
„Ich bin das Atmen im Nebel,“
spricht Zephyros.
„Ich lehre dich, sanft zu beginnen.“
Ich bewege mich über dem Leben,
schwebe,
spiele mit Licht.
Ich löse Formen,
nicht um sie zu zerstören,
sondern, um sie zu verbinden.
Ich bin das Flirren über Feldern,
das Schweben über Meer.
Ich bin Bewegung,
ohne Richtung –
Berührung,
ohne Besitz.
„Ich bin dein Schweben,
wenn du dich nicht entscheiden musst,“
flüstert Zephyros.
„Ich lehre dich, leicht zu sein.“
Ich werde dichter,
träge,
voller Geschichten.
Ich trage Gerüche, Erinnerungen,
und all das,
was du vergessen willst.
Ich bin Nebel im Tal,
Schleier auf dem Wasser.
Ich decke zu,
damit du nach innen siehst.
„Ich bin das Vergessen,
das heilt,“
haucht Zephyros.
„Ich bringe dich dorthin zurück,
wo Klarheit geboren wird.“
Ich liege über der Erde,
schwer,
doch voller Frieden.
Ich bin nicht Nebel –
ich bin Atem,
der bleibt.
Ich bin die Decke,
die den Wandel schützt,
bis er wieder atmen darf.
„Ich bin das Schweigen,
das dich trägt,“
sagt Zephyros.
„Ich lehre dich,
dass selbst im Undurchsichtigen
Licht atmet.“
Ich bin weder dies noch das.
Ich bin der Raum,
in dem Gegensätze sich umarmen.
Ich bin nicht Antwort –
ich bin Zwischenklang.
Wenn du mich spürst,
hörst du nicht mehr auf,
im Dazwischen zu leben.
„Ich bin die Kunst des Übergangs,“
sagt Zephyros.
„Ich bin dein Atem,
bevor du ihn benennst.“