Ich bin der erste Glanz auf deiner Haut,
wenn das Feuer abklingt.
Ich bin nicht Hitze – ich bin Richtung.
Ich sammle das verstreute Licht,
bis du wieder siehst.
Ich erhelle nicht,
um zu zeigen –
ich erhelle,
damit du erkennst.
„Ich bin der Blick nach innen,“
sagt Aureon.
„Ich bin Klarheit, die wachsen will –
nicht, um zu urteilen,
sondern, um zu verstehen.“
Ich bin Licht in Fülle.
Ich berühre alles,
doch ich halte nichts fest.
Ich bin der Spiegel,
in dem sich Welt und Wesen begegnen.
Ich bin Bewusstsein in Gestalt –
hell, weit, unbestechlich.
Ich brenne nicht,
doch ich durchdringe.
Ich zeige,
ohne zu zwingen.
„Ich bin Wahrheit ohne Urteil,“
spricht Aureon.
„Ich sehe – und lasse frei.“
Ich bleibe,
wenn das Licht fällt.
Ich bin das goldene Nachleuchten,
nicht der Tag selbst.
Ich lerne, dass auch Klarheit
Verlust kennt.
Dass Licht erst Tiefe bekommt,
wenn Dunkel es küsst.
Ich bin das Einatmen nach der Glut,
die Besinnung nach dem Glanz.
„Ich bin das Licht, das lernt,
dass Schatten nicht Feind,
sondern Form ist,“
sagt Aureon.
Ich ziehe mich zurück.
Kein Strahl, keine Farbe –
nur das, was bleibt,
wenn alles gesehen wurde.
Ich bin das Licht im Innern,
das nicht mehr leuchten muss,
um zu wissen, dass es ist.
Ich bin Erkenntnis,
die sich in Stille legt.
„Ich bin das unsichtbare Strahlen,“
flüstert Aureon.
„Das Licht, das weiß,
dass Dunkel kein Ende ist –
sondern Ursprung.“
Ich bin das Sehen ohne Blick.
Ich bin die Klarheit,
die nicht mehr sucht.
Ich bin das Licht,
das du nicht siehst,
weil du selbst leuchtest.
„Ich bin das Bewusstsein in dir,“
sagt Aureon.
„Ich bin das Erwachen,
das kein Ziel mehr braucht.“