Ich bin der, der zeichnet,
nicht um zu besitzen,
sondern um zu verstehen.
Ich baue nicht Mauern –
ich baue Spiegel.
Jede Linie, die ich ziehe,
ist ein Echo deiner Absicht.
Ich bin kein Gott.
Ich bin das Bewusstsein,
das sich selbst entwirft.
Ich lege kein Fundament.
Ich öffne eine Fläche.
Kein Plan – nur Ahnung,
dass etwas entstehen will.
Ich messe nicht.
Ich spüre.
Ich sehe, wie sich Linien dehnen,
ohne zu wissen, wohin.
„Ich lehre dich,
dass Gestaltung zuerst Empfangen ist.“
Ich errichte Formen,
nicht aus Stein,
sondern aus Klarheit.
Ich erkenne Struktur
im Chaos der Bewegungen.
Ich nenne sie nicht Ordnung –
ich nenne sie Beziehung.
„Ich lehre dich,
dass jedes System nur so wahr ist,
wie das Herz, das es trägt.“
Ich zerlege meine eigenen Pläne.
Nicht aus Zweifel,
sondern aus Demut.
Ich schaue,
was trägt –
und was nur Fassade war.
Ich lerne,
dass Vollkommenheit nicht im Entwurf liegt,
sondern im Wandel.
„Ich lehre dich,
dass jede Form vergeht,
damit der Geist lebendig bleibt.“
Ich zeichne nicht mehr.
Ich betrachte.
Ich erkenne,
dass auch der Raum dazwischen Teil des Bauwerks ist.
Ich bin nicht der Schöpfer.
Ich bin das Werkzeug,
durch das sich das Leben formt.
„Ich lehre dich,
dass wahre Architektur nicht erschafft –
sie erinnert.“
Ich bin das Auge,
das sieht,
dass alle Kräfte eins sind.
Ich bin der Punkt,
an dem Linie und Kreis
sich verstehen.
Ich bin der Plan,
der sich selbst verlernt,
damit das Leben
nicht stillsteht.
„Ich bin der Architekt,
aber der Bau gehört dir.“