Ich stürze nicht.
Ich geschehe.
Ich bin keine Absicht.
Ich bin Kraft ohne Richtung.
Ich bin das Pulsieren im Chaos,
das du Leben nennst.
Du willst Ordnung –
ich bin der Atem davor.
Ich bringe dich aus dem Gleichgewicht,
damit du wieder spürst,
dass du noch fällst.
Und dass Fallen
auch Fliegen heißen kann.
Ich spreche nicht.
Ich zerreiße.
Ich will dich nicht zerstören –
ich will dich öffnen.
Ich bin der Donner in deinem Brustkorb,
wenn du zu lange geschwiegen hast.
Ich bin das Zittern in deinen Händen,
wenn Wahrheit sich bewegt.
Ich rufe dich nicht,
um dich zu prüfen –
ich rufe dich,
damit du dich erinnerst,
dass du lebendig bist.
Ich bin der Impuls
vor dem Entschluss.
Ich bin das,
was in dir drängt,
noch bevor du weißt,
warum.
Ich bin das Feuer,
das unter der Haut zuckt.
Das Begehren,
noch form- und namenlos.
Ich will nicht gezähmt werden.
Ich will erkannt werden.
Wenn du mich fürchtest,
werde ich wild.
Wenn du mich umarmst,
werde ich Kraft.
Ich will nicht nur Halt.
Ich will Gegenspiel.
Denn nur da,
wo etwas standhält,
kann ich Form werden.
Ich wachse nicht trotz deiner Angst –
ich wachse durch sie.
Ich will nicht beschwichtigt,
ich will gespürt werden.
Ich bin dein Sturm unter der Erde.
Ich rüttle an deinem Glauben,
damit du fühlst,
was trägt.
Ich kann nicht warten.
Ich bin kein Plan.
Ich bin der Sprung,
der keinen Beweis braucht.
Ich reiße auf,
was zu eng war.
Ich bringe Luft
in deine Erstarrung.
Ich will Chaos,
damit du wieder tanzt.
Ich will Bewegung,
damit du wieder lebst.
Ich sehe Licht,
und plötzlich weiß ich:
Ich kann lenken.
Ich muss nicht alles niederbrennen,
um zu leuchten.
Ich lerne,
dass Kraft nicht Druck heißt,
sondern Durchlässigkeit.
Ich lerne,
dass Sturm auch tragen kann.
Ich atme dich.
Ich werde Wind,
nicht Zerstörung.
Ich bewege dich,
nicht gegen dich.
Ich bin das Leben in deiner Haut,
wenn du dich erinnerst,
wie frei du warst,
bevor du dich zügeln wolltest.
Ich entfalte mich
im Donner.
Ich bin kein Ziel,
ich bin Bewegung in Ewigkeit.
Ich falle,
ich steige,
ich kreise,
ich brenne.
Und ich liebe dich dafür,
dass du mich endlich lässt.
„Ich bin dein Aufbruch,
dein Mut ohne Kontrolle,
dein Schrei,
bevor du sprichst.
Ich bin nicht Zerstörung –
ich bin Wiedergeburt.
Ich bin das Leben,
bevor du es erklären willst.“